Bernsteinförderung in der Goitzsche

Bitterfeld-Wolfen, Sandersdorf-Brehna und Muldestausee zur Goitzsche-Seeregion entwickeln

Über die Pläne die Bernsteinförderung in der Goitzsche als touristische Attraktion zu entwickeln gibt Ingo Jung, Geschäftsführer der Goitzsche Bernstein GmbH & Co. KG, der Mitteldeutschen Zeitung ein Interview.
Denn für die touristische Entwicklung der Region hat die Bernsteinförderung eine hohe Bedeutung. Der Bitterfelder Bernstein hat ein hohes Inklusenvorkommen (Bernstein mit Insekteinschlüssen). Ziel ist es, die weltweit größte Inklusensammlung in der Goitzscheregion anzusiedeln.

Ingo Jung: "Ich habe den Eindruck, dass derzeit alles in einen Topf geworfen wird. Daher lassen Sie mich zur Klarstellung folgendes voranstellen: Bereits zur DDR-Zeiten wurde in Bitterfeld Bernstein gefördert und zur Schmuckverarbeitung an die Ostsee geschickt. An diese - wenn man so will - Tradition wollen wir anknüpfen und wieder Bernstein fördern.

Die Besonderheit ist: Unser Tagebausee ist deutschlandweit das einzige Gebiet mit einem abbaufähigen Bernsteinvorkommen. Weltweit sind wir zudem die einzigen, die das fossile Harz unter Wasser abbauen. Dafür haben wir über Jahre die notwendige Technologie entwickelt und eine Million Euro investiert.

Denn das Ziel ist es, den Bernstein - der eine lange Geschichte in unserer Region hat - als touristische Attraktion zu entwickeln, um etwa Familien von Januar bis Dezember an den See zu locken. Parallel zur geplanten Förderung erarbeitet der Goitzsche-Zweckverband ein Konzept für die Bernsteinerlebniswelt. Damit wollen wir das Thema von der Entstehung über den Abbau bis hin zur Verarbeitung umfassend darstellen."

Quelle: https://www.mz-web.de/29867338 ©2018